Unsere Diskografie: Alle Releases von Golden Gorilla im Überblick
Zwei Veröffentlichungen, ein klares Statement: Mit überschaubarem Katalog und maximaler Wucht haben Golden Gorilla aus Darmstadt hinterlassen, was zählt. Wer in den Untiefen des deutschen Doom- und Sludge-Metal graben will, kommt an diesen Releases nicht vorbei.
Die Releases im Überblick
Split-LP „Cruel Surprises" — mit Ghost Of Wem
Den ersten größeren Schritt nach außen unternahm die Band mit dieser Split-LP, die in Zusammenarbeit mit Ghost Of Wem entstand. Die Platte erschien gemeinsam über Per Koro Records und Meta Matter Records — zwei Labels, die im Underground-Bereich für handverlesene Qualität stehen.
Split-Releases haben in der Doom- und Sludge-Szene eine eigene Tradition. Sie erlauben es, zwei Bands mit verwandtem Geist auf einem einzigen Stück Vinyl zu vereinen, ohne dass eine der beiden in den Schatten der anderen tritt. „Cruel Surprises" funktioniert genau so: Golden Gorilla bringen ihren schweren, schleppenden Sound aus Darmstadt mit, Ghost Of Wem steuern ihre Seite bei — das Ergebnis ist eine Platte, die größer klingt als die Summe ihrer Teile.
Für Sammler und Liebhaber physischer Tonträger ist diese Split-LP heute ein gesuchtes Stück Underground-Vinyl.
Debütalbum „The Rise Of Golgatha" (2014)
Das Debütalbum ist das eigentliche Herzstück des Katalogs. „The Rise Of Golgatha" erschien 2014 über Meta Matter Records und zeigt die Band in vollständiger Entfaltung: dichtes Riffing, kavernöse Vocals, eine Produktion, die Schwere als ästhetisches Prinzip begreift.
Der Titel selbst — eine Anspielung auf den biblischen Hinrichtungsort Golgatha — setzt den Ton. Das ist kein Zufall. Doom Metal lebt von Bildern des Verfalls, der Last, des Niedergangs. Golden Gorilla destillieren auf diesem Album genau das: eine Musik, die sich Zeit nimmt, die drückt, die nicht lockerlässt.
Für einen Ersteinstieg in den deutschen Doom- und Sludge-Underground der frühen 2010er Jahre gehört „The Rise Of Golgatha" zum Pflichtprogramm.
Labels: Meta Matter Records & Per Koro Records
Hinter beiden Releases stehen Labels, die im Underground verwurzelt sind:
- Meta Matter Records war das Hauptlabel der Band und veröffentlichte beide Werke mit oder ohne Partnerlabel.
- Per Koro Records brachte langjährige Erfahrung im Hardcore- und Post-Metal-Bereich mit — ein natürlicher Partner für eine Band, deren Sound an der Grenze zwischen Genres operiert.
Solche Labelstrukturen sind charakteristisch für den Underground: kleine Auflagen, physische Formate, direkte Verbindung zwischen Band, Label und Hörerschaft.
Wo bekommt man die Musik?
Der naheliegendste Weg ist Bandcamp — dort haben viele Underground-Bands ihre Veröffentlichungen dauerhaft verfügbar gemacht, sei es als Stream oder zum Download. Wer nach den Vinylpressungen sucht, wird in spezialisierten Plattenläden oder auf Discogs fündig.
Für einen vollständigen Überblick über den Katalog lohnt sich auch ein Blick auf das Bandeintrag bei Encyclopaedia Metallum, dem umfangreichsten Archiv für Metal-Releases weltweit.
Kleiner Katalog, klare Haltung
Viele Bands im Underground veröffentlichen viel und überzeugen wenig. Golden Gorilla haben den umgekehrten Weg gewählt: zwei Releases, beide mit Substanz, beide mit einem klaren Klangbild. Das reicht, um einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen — und genau das ist es, was in der Szene zählt.